Angst – normales Gefühl oder seelische Störung?

Angst – normales Gefühl oder seelische Störung?

Angst ist ein „Urinstinkt“, der seit Jahrmillionen das Überleben der Menschen sichert. Sie schützt uns in Notsituationen oder bei Bedrohungen und versetzt uns in einen Alarmzustand um die Ursachen der Gefahr auszuschalten oder um ihr zu entkommen.

Von übertriebener oder krankhafter Angst spricht man, wenn die Ängste sehr ausgeprägt und es sich nicht um eine echte Bedrohung handelt. Es besteht eine erhöhte Angstbereitschaft und körperliche Zustände, Situationen oder Objekte werden fälschlicherweise als gefährlich eingesetzt.

Typische Angstsymptome auf der körperlichen Ebenen können Herzrasen, Herzklopfen oder schneller unregelmäßiger Herzschlag, Schweißausbrüche, Zittern, Mundtrockenheit, Atemnot, Beklemmungsgefühle, Hitzewallungen, Kribbeln der Haut, Übelkeit oder Bauchscherzen oder Würgereiz sein.

Auf der psychischen Ebene kann sich Angst in einem Gefühl von Schwindel, Unsicherheit, dem Gefühl in Ohnmacht zu fallen oder als Angst, die Kontrolle zu verlieren, verrückt zu werden oder zu sterben manifestieren.

Angsterkrankungen haben viele Gesichter und zeigen sich in verschiedenen Formen, wie zum Beispiel als Panikattacke oder als spezifische Phobie (z.B. Flugangst, Angst vor engen Räumen oder Plätzen bzw. Höhenangst, Angst vor Spinnen  …. ), als Sozialphobie (Angst vor anderen Menschen) oder als generalisierte Angststörung  (immerwährende Sorgen und Befürchtungen) oder Zwang mit Zwangsgedanken oder Zwangshandlungen.

Oft schaffen es Patient*innen nicht alleine die ausgeprägten Ängste zu überwinden und benötigen professionelle Hilfe. Psychotherapie und bei schwereren Formen einer Angsterkrankung zusätzlich die Einnahme von Medikamenten tragen dazu bei, die Symptomatik zu lindern oder zu heilen. Wenn auch Sie an einer Angststörung erkrankt sind, holen Sie sich rechtzeitig Unterstützung. Gerne begleite ich Sie dabei professionell.